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Wärmepumpe vs. Gasheizung: Reihenhaus, Baujahr 1919–1948
Ein durchgerechnetes Beispiel mit den Zahlen dieses Gebäudes, kein Durchschnitt. Alles unten folgt aus den genannten Annahmen; im Rechner können Sie jede davon ändern.
Annahmen hinter diesen Zahlen
- Gebäude: Reihenhaus, 1919–1948, 120 m²
- Wärmebedarf im Bestand 190 kWh/m²/a
- SCOP 2.8 @ 55 °C
- Angenommener Kesselnutzungsgrad 78 %
- Strom-/Gaspreis-Monitor 2026: Strom Bestandskunden ~31,1 ct/kWh, Gas Bestandskunden ~11,6 ct/kWh; Wärmepumpentarif 20–26 ct/kWh (Mittelwert 23 ct verwendet). Grund- und Zählergebühren sind h
- Investition 30.000 €
- Einfache Amortisation: ohne Zinssatz, ohne Preissteigerung, ohne Wartungsdifferenz. Berechnungen, keine Angebote.
Gebäudehülle und Bedarf
| Beheizte Wohnfläche | 120 m² |
| Wärmebedarf im Bestand | 190 kWh/m²/a |
| Raumheizung pro Jahr | 19,380 kWh |
| Warmwasser | 1,800 kWh |
| Nutzwärme gesamt | 21,180 kWh |
| Rechnerische Heizlast | 10.8 kW |
| Angenommene Auslegungs-Vorlauftemperatur | 55 °C |
| Angenommener SCOP | 2.8 |
| Angenommener Kesselnutzungsgrad | 78 % |
Wie diese Zahlen entstanden sind
- Benötigte Nutzwärme: 19,380 kWh (Heizung) + 1,800 kWh (Warmwasser) = 21,180 kWh
- Brennstoffenergie bei 78 % Nutzungsgrad: 21,180 ÷ 0.78 = 27,154 kWh
- Heutige Jahreskosten: 27,154 kWh × 0,1160 € + 0 € Grundpreise = 3.150 €
- Strombedarf Wärmepumpe: 21,180 kWh ÷ SCOP 2.8 = 7,564 kWh
- Jahreskosten Wärmepumpe: 7,564 kWh × 0,3110 € + 0 € Grundpreis = 2.352 €
- Differenz der Betriebskosten: 3.150 € − 2.352 € = 797 €
Investition und Amortisation
| Investitionskosten, typische Luft-Wasser-Wärmepumpe | 30.000 € |
| Förderung | −12.880 € |
| Netto-Investition | 17.120 € |
| Jährliche Betriebskostenersparnis | 797 € |
| Einfache Amortisation | 21.5 Jahre |
KfW 458: 30 % Grundförderung + 16 % Klimageschwindigkeitsbonus = 46 % von 28.000 € förderfähigen Kosten
Was in diesem Gebäude wirklich entscheidet
Dieses Gebäude ist der schwierige Fall. Bei 55 °C Auslegungs-Vorlauf liegt der SCOP um 2,8. Gegen Erdgas zu 11,6 ct/kWh liegt die Break-even-Schwelle bei etwa 2,4 — die Wärmepumpe gewinnt also knapp, mit Wärmepumpentarif deutlich. Aber: bei diesem Bedarf ist die Dämmung die wirtschaftlichere erste Maßnahme.
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Holen Sie mindestens drei Angebote ein. Verlangen Sie von jedem Betrieb die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 und die geplante Auslegungs-Vorlauftemperatur schriftlich — diese Zahl bestimmt Ihre Betriebskosten stärker als das Markenlogo.
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